Kanonkunst

Universitätsgottesdienst

So, 28.11.2021, 11 Uhr, Paulinum

Kanonkunst: Josquin aus historischem Druck

Josquin: Missa sine nomine

Workshopteilnehmer, Studierende
Prof. Dr. Wolfgang Fuhrmann

Eintritt frei
In Kooperation mit den Universitätsmusiktagen


Die Messe war im 15. und 16. Jahrhundert die zentrale musikalische Gattung, in der die Kapellmeister der bedeutenden Höfe und Kathedralen in ganz Europa ihre neuen Kompositionstechniken erprobten. Von Josquin des Préz sind insgesamt 18 Messvertonungen überliefert. Eine der letzten Messvertonungen ist die „Missa sine nomine“. Ein bemerkenswertes Stück, denn es orientiert sich kompositorisch am Prinzip des Kanons, also der zeitversetzten Darbietung ein- und derselben Melodie in mehreren Stimmen. Diese selten zu hörende und komplett kanonisch komponierte Messe soll mit Studierenden der Universität Leipzig unter Federführung von Prof. Dr. Wolfgang Fuhrmann erarbeitet und aufgeführt werden. Teilnehmen dürfen interessierte Leipziger Sänger_innen und Studierende gleichermaßen. Dabei machen sich die Workshop-Teilnehmer vertraut im Umgang mit historischen Notationen und alten Drucken.

Das Paulinum erweist sich idealer Aufführungsort. Befindet sich dort doch seit wenigen Jahren eine Schwalbennestorgel, deren Disposition ganz auf die Musik der Renaissancezeit zugeschnitten ist. Vokal- und Orgelmusik können in diesem Universitätsgottesdienst eine perfekte Symbiose bilden.

Ausklang 2

Nach dem Gottesdienst klingt das Festwochenende 500 Jahre Josquin im Foyer des Paulinum bei einem Empfang mit Imbiss und Getränken aus.